Abitur am Abendgymnasium Teil 3
Phasen beim Abi an der Abendschule
Je nach den beschriebenen Voraussetzungen und dem entsprechenden Bedarf gliedert sich der Weg an der Abendschule bis zum Abitur von der ein- bis zweisemestrigen Vorkursphase (Aufbau- und Vorkurs) über das erste und zweite Semester als Einführungsphase bis zur Qualifikations- oder auch Kursphase, die das dritte bis sechste Semester des Schulbesuchs am Abendgymnasium bilden.
In einer Klasse am Abendgymnasium sind dabei etwa 15 bis 20 Schüler, um einen effektiven Unterricht zu ermöglichen.
Unterricht und Fächerwahl am Abendgymnasium
Das Abi an der Abendschule nachzuholen, umfasst im Regelfall meist 20 Unterrichtsstunden in der Woche. Die Unterrichtsfächer werden dabei teilweise schulspezifisch angeboten, entsprechen aber in der Regel den üblichen Fächern am Gymnasium. Der Abendschüler wählt aus diesen Fächern zwei Leistungskurse mit jeweils fünf Wochenstunden und weitere Grundkurse. Vorgeschrieben ist dabei an den meisten Abendschulen, dass eines der Leistungsfächer Deutsch oder eine Fremdsprache und das andere Fach Mathematik oder eine Naturwissenschaft ist.
Unterrichtszeiten am Abendgymnasium
Auch an einem Abendgymnasium, wie an anderen Abendschulen auch, kann die jeweilige Unterrichtszeit variieren: Beispielsweise kann der Unterricht an drei Abenden in der Woche oder auch täglich von Montag- bis Freitagabend umfassen. Zusätzlich gibt es Angebote von Unterricht am Vormittag, Nachmittag oder am Wochenende.
So bietet beispielsweise ein Kolleg Unterricht tagsüber mit dem Abschlussziel Hochschulreife an – hier ist jedoch die Berufstätigkeit ausgeschlossen und der Schüler sollte in der Regel mindestens 20 Jahre alt sein.
Die Abiturprüfung
Die gewählten zwei Leistungskurse des Abendschülers werden schriftlich geprüft. Hinzukommen meist eine schriftliche und eine mündliche Prüfung zweier Grundkurse. Diese vier Komponenten – drei schriftliche und eine mündliche – sind die Mindestanforderung für das Abitur am Abendgymnasium. In einigen Fällen werden jedoch fünf Komponenten geprüft. Diese fünfte Prüfung ist entweder schriftlich oder mündlich.
Die erreichte Punktzahl beim Abitur setzt sich schließlich aus den Grund- und Leistungskursen (jeweils mindestens 90 von 270 mögliche Punkte) sowie den Ergebnissen der Abiturprüfung (mindestens 100 von 300 Punkte) zusammen.